REACH – sind Sie bereit?
Gary Nevison (Customer Support Manager – Legislation and Environmental Affairs) |
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Auf unserer spannenden Reise zur electronica 2008 wollen wir Sie über neue, aufregende Industrieentwicklungen, die auf der weltgrößten Elektronikmesse vorgestellt werden, informieren.
Was sicherlich eines der Schlüsselthemen auf der electronica 2008 sein wird, ist die erst kürzlich erstellte Berechnung, dass die Implementierung von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation (and restriction) of Chemicals; zu deutsch: Registrierung, Bewertung, Zulassung und Verwendung chemischer Substanzen und Präparaten) Kosten in Höhe von ca.2, 8 Milliarden bis 5,2 Milliarden Euro zur Folge haben wird.
REACH wird die größte Auswirkung in der Chemischen Industrie seit 25 Jahren haben, nicht nur kostenmäßig, denn REACH betrifft über 31.000 Unternehmen mit 1,9 Millionen Mitarbeitern.
Sollten Sie denken, dass die Auswirkung von REACH nur die Chemische Industrie betrifft, werden Sie überrascht sein, dass Chemikalien Bestandteil vieler Produkte sind, und das über fast alle Industriebereiche. Die Frage ist also, sind Sie bereit für REACH?
Die Europäische Kommission (EC) schätzt, dass 1% aller Krankheiten in Europa auf Chemikalien zurückgeführt werden kann, und dass REACH in 10 bis 30 Jahren 4.500 Krebsfälle pro Jahr und 90.000 Allergieanfälle verhindern kann.
Was besagt die REACH Verordnung?
REACH befasst sich mit der Registrierung der 30.000 am häufigsten eingesetzten Chemikalien, die nach der EU-Befragung 1981 identifiziert und dokumentiert wurden, und allen weiteren, die nach diesem Datum auf den Markt kamen.
Die REACH Verordnung umfasst Substanzen (Chemikalien), Präparate (Gemische aus Substanzen wie Farbe, Klebstoffe und Dichtungsstoffe) und auch Erzeugnisse, die Chemikalien freisetzen. All diese müssen mit den erforderlichen Sicherheitsdaten bezogen auf die hergestellte oder importierte Tonnage pro Jahr registriert werden:
- Wenn mehr als 1.000 Tonnen jährlich hergestellt oder in die EU importiert werden, ist eine Registrierung bis zum 30. November 2010 erforderlich.
- Bei Herstellung oder Import von 100-1.000 Tonnen bis zum 31. Mai 2013.
- Bei Herstellung oder Import von 1-100 Tonnen bis zum 31. Mai 2018.
Wenn es versäumt wird, bis Ende November die Vorregistrierung durchzuführen, dann dürfen die jeweiligen Substanzen nicht mehr importiert oder verkauft werden, solange sie nicht voll registriert sind. Dies kann bis zu mehreren Monaten dauern.
Substanzen of Very High Concern(SVHCs) sind die gefährlichsten Chemikalien und können giftig, krebserregend oder erbgutschädigend sein oder führen zu Erkrankungen der Fortpflanzungsorgane und schaden der Umwelt. Diese müssen für den Verbrauch autorisiert werden. Allerdings kann die Freigabe untersagt werden, wenn es sichere Alternativen gibt, oder wenn die Substanz nicht sicher kontrolliert werden kann.
Vor kurzem (Oktober 2008) hat die European Chemicals Agency (ECHA) in Helsinki, die erste Liste der SVHC-Substanzen veröffentlicht; Diese wird regelmäßig aktualisiert. Enthält ein Artikel SVHC Substanzen mit einem Gewichtsanteil von 0,1% oder mehr, dann muss dies den Verbrauchern mitgeteilt werden. Das Web kann zur Kommunikation benutzt werden, sollte aber von anderen pro-activen Methoden, wie zum Beispiel Verkaufsdisplays, Beipackzettel und nähere Informationen über die Sicherheit unterstützt werden. Eine schwangere Frau sollte nicht ungeschützt mit Substanzen in Kontakt kommen, die Gifte enthalten.
Material Safety Data Sheets (MSDS) werden benötigt, wenn eine Substanz oder ein Präparat (aber kein Erzeugnis) mit gefährlichen Stoffen zu einer unbestimmten Person in der EU geliefert werden. Substanzen werden als gefährlich eingestuft, wenn Sie persistent oder bioakkumulativ sind, giftige Substanzen enthalten oder von hoher Bedenklichkeit sind.
Die Kosten für die Registrierung sind abhängig von der Anzahl der in Verkehr gebrachten Tonnen und von der Größe der Firma. Die Standardgebühr liegt zwischen 1.600 Euro und 31.000 Euro, während die Zulassung zum Gebrauch mindestens 5.000 Euro kostet. Manche Hersteller werden Ihre Produkte lieber abkündigen, als diese registrieren zu lassen. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass ca. 2% aller Substanzen abgekündigt werden.
Wenn Sie über das Thema REACH mit einem unserer Experten sprechen wollen, besuchen Sie uns auf der electronica 2008 vom 11.-14. November 2008 in Halle A5, Stand 558 in der Neue Messe München, Deutschland.
Weitere Informationen über REACH und die betroffenen Substanzen finden Sie als PDF Dateien unter www.global-legislation.com.
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